ERASMUS+ Projekt

"Sicherung der Ressourcen zur Befriedigung der Primärbedürfnisse durch nachhaltige Bewirtschaftung des ländlichen Raumes" 


Projektteilnehmer

Landwirtschaftliche Fachschule Güssing - ÖSTERREICH

Srednja gospodarska škola Križevci -
KROATIEN

FM DASzK, SZakkpézö Iskola Kaposvar -
UNGARN


Projektziele

Im Mittelpunkt des Projekts steht die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes vor allem im Bereich der Lebensmittelproduktion, der Landbewirtschaftung, nachhaltiger Bauweise von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden sowie im Bereich des betrieblichen bzw. öffentlichen Verkehrs.

Die nachhaltige Landwirtschaft stellt ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal im globalen Lebensmittelangebot dar und bietet einen Wettbewerbsvorteil in der ökosozialen Marktwirtschaft.

Ziel ist die Bewusstseinsbildung bei den zukünftigen Landwirten in folgenden Bereichen:

  • Nahrungsmittelerzeugung durch biologische Landwirtschaft
  • Bauen mit CO2 neutralen Holzvorräten aus der Region
  • Beheizung mit regional erzeugter Biomasse wie Biogas, Hackschnitzel...
  • Abkehr von fossilen Energieträgern im Bereich des Verkehrs

Eine regionale CO2 neutrale Kreislaufwirtschaft bietet in klassischen Abwanderungsgebieten eine Möglichkeit Arbeitsplätze zu erhalten bzw. neu zu gestalten.


Projektwoche in Österreich

 

Der Projektauftakt fand von 7. bis 12. Mai 2017 an der LFS Güssing statt. Gemeinsam mit den Landwirten des 1. Jahrganges absolvierten die kroatischen und ungarischen Schüler ein umfangreiches Besichtigungs- und Arbeitsprogramm.

Folgende Schwerpunkte wurden bearbeitet:

  • Biologische Landwirtschaft mit Praxisarbeit am Wirtschaftsbetrieb der LFS
  • Biomasse aus Zwischenfrüchten mit Betriebsbesuchen auf Bio-Betrieben in Bildein
  • Bioenergie mit Besuch des Zentrums für erneuerbare Energien und der Firma Stipits in Rechnitz
  • Nachhaltige Landbewirtschaftung mit Besichtigung der Esterhazybetriebe in Donnerskirchen

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Montag, 8. Mai - Biologische Landwirtschaft

  • Workshop von Bio Austria "Gutes Leben auf leichtem Fuß - mit dem ökologischen Fußabdruck", DI Eva Dobeiner
  • Besichtigung des Wirtschaftsbetriebes der LFS Güssing mit besonderer Berücksichtigung der Holzbauweise 
  • Felderbegehung und praktische Arbeit am Wirtschaftsbetrieb

Der erste Tag stand ganz im Zeichen der nachhaltigen Landbewirtschaftung und Lebensmittelproduktion. Nach einem ersten Kennenlernen lauschten die Schüler dem anschaulichen Vortrag zum Thema ökologischer Fußabdruck, dabei hatten sie auch einige Arbeitsaufgaben zu erledigen.

Nachhaltiges Bauen mit regionalen Rohstoffen wurde den Schülern direkt auf dem Wirtschaftsbetrieb der LFS, der mit zahlreichen Holzbaupreisen ausgezeichnet wurde, vor Augen geführt.

Schüler beim Workshop
Schüler beim Workshop
Betriebsbesichtigung Wirtschaftsbetrieb

Dienstag, 9. Mai - Bioenergie

  • Vorstellung des Zentrums für erneuerbare Energie, Dr. Joachim Tajmel
  • Besichtigung der Holzvergasungs- und Solaranlage Urbersdorf und der Biogasanlage Strem
  • Betriebsbesichtigung der Firma Stipits, Abfallentsorgungsbetrieb in Rechnitz
  • Besuch der Güssinger Basilika mit der Batthyány Familiengruft

Wie die Vorzeigestadt Güssing erneuerbare Energieträger einsetzt und welche Technologien dahinter stehen, war Thema des Vormittages. Abgerundet wurde der theoretische Teil mit der Besichtigung der Holzvergasungsanlage sowie der Photovoltaikanlage in Urbersdorf und der Biogasanlage in Strem. Die Rolle der Landwirte bei der Bereitstellung der Rohstoffe wurde ebenfalls erläutert.

Sehr eindrucksvoll war die Führung des Seniorchefs durch die Hallen der Abfallentsorgungsanlage Stipits. Besonders "nachhaltig" setzten sich die Bilder der Nahrungsmittelentsorgung sowie des Lagerplatzes der noch zu entsorgenden Lebensmittel in unseren Köpfen fest. Hier konnte großes Potential für eine bedarfsgerechte und nachhaltige Lebensmittelproduktion festgestellt werden. Hervorzuheben ist der geschlossene Kreislauf, in dem bei der Lebensmittelentsorgung durch Vergasung das Biogas, mit dem die Fahrzeugflotte zum Teil schon betrieben wird, entsteht.

Auch die Kultur sollte nicht zu kurz kommen. Am Abend stand eine Führung durch die Familiengruft der Fürsten Batthyány in der Güssinger Basilika  am Programm. Höhepunkt war das Grab des Seligen Ladislaus Batthyány, das besonders für die ungarischen Gäste interessant war.

Zentrum für erneuerbare Energie
Photovoltaikanlage Urbersdorf
Lebensmittelentsorgung

Mittwoch, 10. Mai - Biomasse aus Zwischenfrüchten

  • Vortrag "Zwischenfruchtanbau", Dr. Manfred Szerencsics
  • Betriebsbesichtigung eines biologischen Milchviehbetriebes, Hansjörg Schrammel in Bildein
  • Betriebsbesichtigung eines biologischen Schweinemastbetriebes,  Erich Schrammel in Bildein

Dr. Manfred Szerencsics brachte den Schülern in einem Vortrag näher, wie Zwischenfruchtanbau in Österreich praktiziert wird und die Zwischenfrüchte wirtschaftlich genutzt werden können. Anschließend standen Besichtigungen der biologisch wirtschafteten Betriebe von Erich Schrammel (Schweinezucht) und Hansjörg Schrammel (Milchviehbetrieb) in Bildein am Programm. Den Abend ließen die Schüler und Gäste bei einem traditionellen burgenländischen Buschenschank ausklingen.

Vortrag Zwischenfruchtanbau
Bio-Milchviehbetrieb
Bioschweinemastbetrieb

Donnerstag, 11. Mai - Nachhaltige Landbewirtschaftung

  • Besichtigung der Esterhazy-Betriebe, Seehof Donnerskirchen
  • Spaziergang durch die Landeshauptstadt Eisenstadt und Führung durch das Schloss Esterhazy

Am vierten Tag standen die burgenländische Landeshauptstadt sowie die Esterhazy-Betriebe im Mittelpunkt. Der Seehof in Donnerskirchen ist ein Leitbetrieb betreffend Nachhaltigkeit im Burgenland. Nach dem Mittagessen ging es zur Führung durch das Schloss Esterhazy. Bei einem abschließenden gemeinsamen Grillabend konnten die schuleigenen biologisch produzierten Lebensmittel genossen werden.

Erläuterungen am Seehof
Fuhrpark am Seehof
Führung im Schloß Esterhazy

Freitag, 12. Mai - Ergebnispräsentation

Am letzten Tag wurden die gewonnenen Eindrücke und Informationen der gesamten Woche zusammengefasst und den Teilnehmern präsentiert. Wir freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung des Projektes in Ungarn und Kroatien 2018.

Ergebniserarbeitung Gruppe Österreich
Ergebnispräsentation Kroatien
Ergebniserarbeitung Ungarn
Projektleiterteams aus allen drei Ländern

Mit Unterstützung durch das Programm Erasmus+ und die Europäische Union